LIMITIERTE DRUCKE
Igor Paasch seziert in seinen Arbeiten den Mythos des modernen Kapitalismus – und macht daraus luxuriöse Objekte, die genauso verführerisch wie entlarvend sind. Seine Werke sind Projektionsflächen für eine Generation, die zwischen Selbstoptimierung und Exzess, zwischen Meditation und Materialismus lebt.
Paasch interessiert sich nicht für einfache Antworten. Seine Kunst lebt von Ambivalenz – sie ist gleichzeitig Affirmation und Kritik, Lifestyle-Objekt und bitterer Kommentar. Die Arbeiten verführen, sie schmeicheln, sie spiegeln. Wer sie betrachtet, sieht sich selbst – und das System, das er mitträgt.
Geometrische Buchstabenraster auf monochromen Flächen. Jedes Werk wie eine kybernetische Matrix aus Wiederholung und Mathematik. Feine strukturelle Brüche öffnen die strenge Gliederung. Spannung entsteht zwischen Form, Text und leuchtender Farbe. Kurze Aussagen werden chiffriert, abstrahiert, verlangsamt, von jeder Emotion befreit, in einen neuen Maßstab gesetzt.
Paasch kreiert eine unerwartete Ästhetik, die mit meditativer Klarheit verführt, bevor sie angreift.
